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Rote Erde – weisses Gras – Eine Karamojong! – 1

Ein Nomadenleben in zwei Welten

2013 113 Seiten
Reihe: Rote Erde – weißes Gras , Band 1

Zusammenfassung

BAND 1 – Nomadenleben im kargen Hochland im Nordosten Ugandas in der Zeit der Kolonialherrschaft und der Missionare. Diktator Idi Amin bringt sich an die Macht, das Land wird unabhängig, aber...
Natiwi wird 1952 in einer Ziegenhütte geboren. So ist es üblich bei den Nomaden in Karamoja. Natiwi ist das erste Kind der sechsten Frau des Gebiets-Häuptlings Lorika. Er stirbt beim Palaver um Wasser und Weideland durch einen Pfeil aus dem Hinterhalt. Der Klan wandelt sich in den Zuständigkeiten eines jeden Einzelnen. Eine Hyäne reißt der kleinen Natiwi eines nachts ein Stück Fleisch aus dem Bein. »Es wäre mein Tod gewesen, aber es wurde zum Glücksfall meines Lebens«, sagt Luisa Natiwi heute.
Missionare pflegen sie, taufen sie mit christlichem Namen und schulen sie. Sie wird erste Lehrerin ihres Hirtenvolks. Diktator Idi Amin will sie zur Frau – doch ihr Bruder hat sie bereits einem anderen versprochen. Es kommt nicht zur Ehe, denn Luisa erkrankt nach erfolgreichem Fruchtbarkeitsbeweis. Wieder gibt es Hilfe von den Weißen. Luisa Natiwi reist zur Therapie nach Deutschland – und bleibt. Ein ugandischer Arzt wird ihr Ehemann. Ihr Glück endet bei der Rückkehr in Uganda; ihre Herkunft passt nicht zum Stamm des Mannes. Nach dramatischer Flucht aus Uganda ist Luisa Natiwi mit ihren drei Kindern zurück in Deutschland. »Meine Heimat besteht aus zwei Welten.«

Details

Seiten
113
Erscheinungsform
Band 1 von 3
Jahr
2013
ISBN (ePUB)
9783944459042
ISBN (MOBI)
9783944459073
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2016 (März)
Schlagworte
Uganda Afrika Moroto Kolonialzeit Karamoja Nomadenleben Hyäne

Autoren

Was noch zu sagen ist Manchmal werde ich gefragt, wo ich meine Heimat habe. In Deutschland, wo ich die meisten Jahre meiner sechs Lebensjahrzehnte verbrachte? Oder doch im Herzen Afrikas, in Karamoja oder im grünen Süden Ugandas am Viktoria-See? Wenn ich die Augen schließe und mir vorstelle, dass jemand »Natiwi!« ruft – ja, dann spüre ich meine Wurzeln, die tief in der roten Erde stecken. Doch diese Zeit ist vergangen. Seit einiger Zeit empfinde ich es nicht einmal mehr sonderbar, wenn ich meine methusalemsalte Mutter auf ihrem Handy anrufe. Mir wird fast schwindelig, wenn ich diesen Zeitsprung überdenke – aus der Steinzeit ins IT-Zeitalter ... Aber ich will es nicht übertreiben, Afrika ist noch nicht am Ziel seiner Entwicklung – und ich muss gestehen, wenn ich dort bin, freue ich mich auf die Rückkehr nach Hamburg. Heimat hier und Heimat dort – ich habe beide in meinem Herzen. Heute lebe ich in Hamburg. Meine Kinder haben Berufe im medizinischen Bereich, in der Organisation von TV/Film und im kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Bereich. Und ich habe Freude daran, Kindern afrikanische Märchen zu erzählen und Erwachsenen vom Nomadenleben und von den Bemühungen, dem Fortschritt hinterher zu laufen und um Hilfe zur Selbsthilfe zu bitten. Afrika braucht Schulen und Handwerk, Wissen um Landwirtschaft und Viehzucht, damit der Hunger nicht durch Lebensmittelspenden aus den Helikoptern bekämpft wird, sondern durch eigene Leistung. Afrika braucht Verständnis zur rechten Zeit, statt Mitleid wenn es fast zu spät ist ...
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Titel: Rote Erde – weisses Gras –  Eine Karamojong! – 1